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    Layout Neurologicum Zürichsee - Institut für neurologische Diagnostik und Therapie

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Botulinumtoxin

Botulinumtoxin, bekannt auch unter dem Handelsnamen Botox ® (ein weiteres Präparat ist Dysport ®) ist den meisten Menschen als Substanz bekannt, die im Rahmen der kosmetischen Medizin eingesetzt wird. Hier wird es häufig zum Wegspritzen von Falten am lateralen Auge, den sogenannten «Krähenfüssen» eingesetzt.

Ursprünglich ist Botulinumtoxin ein neurotoxisches Protein, welches von verschiedenen Bakterien des Stammes Clostridium gebildet und ausgeschieden wird. Es ist eine für viele Tiere toxische und tödliche Substanz. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung der Erregungsübertragung von Nervenzellen, was zu zahlreichen Störungen im Rahmen einer Vergiftung führen kann. Botulinumtoxin ist für den Menschen das mit Abstand tödlichste bekannte Gift.

Nichtsdestotrotz wird Botulinumtoxin mit grossem Erfolg als Therapeutikum in der Neurologie eingesetzt. Hierbei wird hochgradig gereinigtes Toxin eingesetzt, welches stark verdünnt wird. Dadurch werden Intoxikationen verhindert. Es kann im Rahmen der Therapie allerdings zu Paresen von benachbarten Muskeln kommen, also zu lokalen Störungen, welche sich nach mehreren Wochen bessern, und spätestens nach 3 Monaten wieder vollständig zurückbilden.

In der Neurologie wird Botulinumtoxin bei Krankheitsbildern eingesetzt, bei denen es zu einer erhöhten Muskelspannung und daraus resultierenden Schmerzen kommt. Bei diesen Krankheitsbildern handelt es sich einmal um die schwere Spastik, meist als Folge eines Schlaganfalles, allerdings kann die cerebrale Spastik auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen beobachtet werden.
Die zweite Gruppe von mit Botox behandelbaren Erkrankungen sind die Dystonien. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von unterschiedlichen Erkrankungen deren gemeinsames Merkmal eine erhöhte Muskelspannung ist, die kontinuierlich oder auch intermittierend beobachtet werden kann.

Das Botulinumtoxin A (Botox®, Dysport®) wird am häufigsten zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Da es im Laufe der Zeit in seiner Wirkung nachlässt, muss die Therapie alle drei Monate wiederholt werden. Abgesehen von dieser Tatsache, ist Botulinumtoxin für viele Menschen, deren Schmerzen aufgrund von pathologischer Muskelspannung nicht anders behandelt werden kann, ein grosser medizinischer Fortschritt. Leider kann es im Verlauf der Behandlung zu einer Immunreaktion mit Antikörpern gegen Botox kommen, sodass die Wirksamkeit nachlassen kann. Bei den meisten Patienten ist dies allerdings nicht der Fall.

Botox Behandlung beim Neurologen in Zürich.

Neurologische Krankheitsbilder, für die Botulinumtoxin in der Schweiz zugelassen ist, sind zum Beispiel:
• Blepharospasmus
• Spasmus hemifacialis
• Torticollis spasmodicus
• Cervicale Dystonie
• Fokale Dystonien
• Dystoner Tremor
• Cerebrale Spastik
• Autonome Störungen, wie etwa die Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie

Neben diesen etablierten Anwendungen, wird Botulinumtoxin auch bei chronischen Kopfschmerzen eingesetzt, so etwa bei chronischen Spannungskopfschmerzen und sogenannter chronischer Migräne. Hierfür ist aktuell eine spezielle Kostenübernahme der Krankenversicherung notwendig.

Aufgrund der guten Wirksamkeit und der in der Regel auch guten Verträglichkeit wird Botulinumtoxin in unserem ambulanten Zentrum regelmässig zur Behandlung entsprechender Krankheitsbilder erfolgreich eingesetzt.

Therapie mit Botox
Schmerztherapie mit Botox  – Neurologe  Dr. Ralf Siedenberg, Facharzt für Neurologie am Zürichsee.
Neurologicum Zürich: Diagnose, Hilfe & Schmerztherapie Hws mit Botox.

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