Schmerztherapie
Akute Schmerzen sind oft ein Alarmsymptom des Körpers. Nicht selten allerdings chronifiziert ein Schmerzleiden, wodurch der Schmerz seine Warnfunktion verliert.
Der chronische Schmerz wird nun selbst zum Hauptproblem. In beiden Fällen stellt sich oft die Frage nach einer Mitbeteiligung des Nervensystems: beruhen die Schmerzen auf einer Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems?
Schmerzen, die häufig mit einer neurologischen Störung einhergehen, sind z.B. Kopf- und Gesichtsschmerzen, Nackenschmerzen, Halswirbelsäulen-Schleudertrauma, Rückenschmerzen (z.B. Bandscheibenvorfall), Beinschmerzen.
Ein Großteil chronischer Schmerzerkrankungen beruht auf so genannten neuropathischen Schmerzen. Nach neueren Untersuchungen sind es etwa 40%. Neuropathische Schmerzen entstehen aufgrund einer Schädigung des peripheren oder des zentralen Nervensystems. Ihre Behandlung ist ein Kerngebiet der Neurologie. Deswegen ist es oft sinnvoll oder gar notwendig, dass ein Neurologe Schmerzpatienten untersucht. Er kann kompetent beurteilen, welche diagnostischen Massnahmen (siehe z.B. klinische Neurophysiologie) und danach, welche therapeutischen Massnahmen durchgeführt werden sollten. Denn vor die Therapie „haben die Götter die Diagnose gestellt“.